Sep 28, 2011 | Post by: Sabine No Comments

Internationale Automobil-Ausstellung IAA 2011: Das vernetzte Auto – schon Realität?

Der Trend der diesjährigen IAA ist neben Elektromobilität das vernetzte Auto. Autofahrer aller Altersklassen wünschen sich Funktionen, die sie beim Fahren unterstützen, wie beispielsweise intelligente Verkehrsleitsysteme. Die unter 30jährigen fokussieren eher auf Unterhaltungsfunktionen: Entertainment, Internetzugang und ortsbezogene Informationsdienste. Das sind die Ergebnisse der Studienreihe „iCar – das vernetzte Auto“. Der erste Teil dieser empirischen Studie untersucht die Einstellungen der jungen Generation zu diesem Thema. Befragt wurden 1.247 Personen zwischen 18 bis 25 Jahren in Deutschland.

iPod-Dock bei VW

iPod-Dock bei VW

Bisher hinkte die Automobilindustrie bei diesem Thema etwas hinterher: Die Entwicklungszyklen der Automodelle können mit der schnellen Entwicklung im IT-Bereich nicht Schritt halten. So fragen sich viele, warum es immer noch so schwierig ist, den iPod oder das Smartphone mit dem Auto zu verbinden. Und zwar ohne aufwändige Umbauten in der Werkstatt oder „Insiderwissen“ zur Bluetooth-Kopplung.

Bei der diesjährigen IAA hatten fast alle Hersteller mehr oder weniger umfassende Angebote zum vernetzten Auto – leider meist etwas abseits der großen Schauflächen. Ford präsentierte mit dem Evos eine Studie, die auch das Thema Vernetzung aufgreift. Das ist allerdings Zukunftsmusik und noch nicht serienreif.

Ford Evos Concept

Toyoto hat das System „Touch & Go“ und bietet eine problemlose Verbindung von Smartphone oder MP3-Player über Bluetooth, SMS-Funktion, Webzugang, Verkehrsinformationen und Applikationen, zum Beispiel für Wetter, Parkplätze und Benzinpreise. Citroen setzt verstärkt auf Sicherheit und Unterstützung. Bei einem Unfall oder einer Panne kann der Fahrer den SOS- oder Pannenknopf drücken und über die eingebaute Sim-Karte mit der Zentrale sprechen. Der Standort des Fahrzeugs wird automatisch dorthin weitergegeben. Auch iPod-Dock und Internetzugang sind vorhanden.

Interessante Anwendungen hat sich Mini unter dem Label „Mini Connected“ einfallen lassen. Das Auto verbindet den Fahrer über das iPhone mit sozialen Netzwerken, wie Facebook und Twitter. Die Posts und Tweets können vorgetextet werden. Während der Fahrt ergänzt der Mini dann die passende Information, zum Beispiel zum laufenden Musikprogramm: „Minifahrer12 hört gerade Westerland von den Ärzten“. Zusätzlich gibt es auch beim Mini die Möglichkeit, nach Points of Interest, wie beispielsweise Restaurants, in der Nähe zu suchen.

Alle diese Systeme sollen ab nächstem Jahr zur Verfügung stehen und sind sicher für den einen oder anderen ein wichtiges Argument beim Autokauf. Warum soll man auch ausgerechnet im Auto von den modernen Kommunikationsmitteln abgeschnitten sein?

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